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Tiere würden den 1. August anders feiern
(23|07|08) Für Tiere ist der 1. August alles andere als ein Festtag. Die lautstarken Feuer- werke versetzen Hunde, Katzen und andere Vierbeiner in Angst und Schrecken. Der Schweizer Tierschutz STS bittet Privatpersonen, die Feuerwerke wenigstens auf den nationalen Feiertag zu beschränken.

Die Knalleffekte der 1. August-Feuerwerke, der Schwärmer und Raketen lösen bei vielen Tieren Angst und Panik aus. Dies zeigen die vielen jährlich nach dem 1. August auf- gegriffenen Hunde und Katzen. Das Hörvermögen der Hunde ist doppelt so gut wie das des Menschen und bei Katzen ist es sogar fünfmal empfindlicher. Der Schweizer Tier- schutz STS ruft die Bevölkerung zur Rücksichtnahme auf, Dies gilt auch in der Nähe von Ställen oder weidenden Tieren. Nebst Schweinen, Kühen und Schafen reagieren beson- ders Pferde empfindlich auf plötzlichen Lärm. Sie können sich bei einer Fluchtreaktion erheblich verletzen.

Für viele Heimtiere bedeutet der 1. August Verkriechen, Wimmern, Jaulen oder im extrem-sten Fall sogar Herzstillstand! Der Knall der Feuerwerke ist für sie eine Qual. Sie fühlen sich extrem gestresst und in Angst versetzt. Jeder Tierhalter sollte deshalb für einen geschützten Ort sorgen, wohin sich seine Tiere zurückziehen können. Bei überängstlichen Tieren emp-fiehlt der STS, vorgängig den Tierarzt zu konsultieren und Hunde am 1. August nicht auf die Strasse mitzunehmen. Bei besonders empfindlichen Tieren kann der Tierarzt ein Beruhigungsmittel verschreiben. Wenn das Heimtier allein zu Hause gelassen wird, hilft das eingeschaltete Radio, um als Lärmkulisse die Knalleffekte zu mindern. Ängstliche Tiere sollten nicht getröstet werden, sie fühlen sich dadurch in ihrer Unsicherheit bestärkt.

Die aufgeschichteten Holzhaufen für das 1. August-Feuer sind für viele Kleintiere ein idealer Unterschlupf und leider auch eine Todesfalle. Igel, Mäuse, Blindschleichen, Salamander und Kröten verbrennen, wenn sich Menschen um den Scheiterhaufen ver- sammeln und den Tiere so jeglichen Fluchtweg abschneiden. Tiere, die in Holzstapeln Unterschlupf suchen, sind in der Regel nachtaktiv und verkriechen sich vor Tagesanbruch. Der Schweizer Tierschutz STS ruft dazu auf, entweder das gesammelte Holz erst am Tag des Abbrennens aufzuschichten oder bereits aufgeschichtete Haufen nochmals um- zuschichten.


Für Rückfragen:
Geschäftsstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 061 365 99 99
sts@tierschutz.com